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29.01.2016, 16:01 Uhr
Warum ist in Mücke so Vieles geheim?
Bürgermeister-Ärger über weißen Fleck ist durch mangelhafte Informationen selbst verursacht.
Mücke. In der letzten Sitzung der Gemeindevertretung der Gemeinde Mücke in der Wahl-periode 2011 – 2016 am vergangenen Mittwoch im DGH Bernsfeld wurde durch einen Antrag der CDU-Fraktion ein Thema diskutiert, das nach Ansicht fast aller Sitzungsteilnehmer – insbesondere derjenigen mit Redebeiträgen aus allen Fraktionen – schon viel früher hätte erörtert und angepackt werden müssen: die Palliativ-bzw. Hospizversorgung in der 9.200 Einwohner Gemeinde im westlichen Vogelsbergkreis. Nur Bürgermeister Matthias Weitzel war anderer Meinung; er trug mehrmals vor, es sei schon alles geregelt und die CDU hätte diesen Antrag gar nicht stellen brauchen.

Gleich dreimal innerhalb einer halben Stunde brachte der Bürgermeister zum Ausdruck, dass er sich über einen Presseartikel der CDU geärgert habe, in dem diese ausgeführt hatte, die Gemeinden Mücke und Homberg seien „weiße Flecken“ in der Pallitativ-Versorgung im Vo-gelsbergkreis. Hintergrund: der CDU-Gemeindevertreter Dr. Hans Heuser hatte diese Formu-lierung verwendet, weil ihm – und weiteren Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion Vogelsberg gegenüber – genau dies bei einem Besuch im Kreiskrankenhaus Alsfeld vor einigen Monaten so vorgetragen worden war. In Erwiderung auf die „weiße Fleck“ Verärgerung des Bürger-meisters hatte Heuser in der Debatte in der Gemeindevertretung ausgeführt, er ärgere sich darüber, dass Weitzel gewisse Kenntnisse habe von einer möglichen Palliativ-Versorgung in Mücke, dieses Wissen aber an niemand weiter gegeben, insbesondere die Öffentlichkeit nicht informiert habe. 

In der Diskussion wurde jedoch deutlich, dass wohl kein einziger Gemeindevertreter etwas von einer Palliativ-Versorgung in Mücke wusste, also auch die Mitglieder der Mehrheits-fraktionen von SPD und FW nicht informiert waren. Die Unkenntnis aufgrund nicht erfolgter Information wurde in der Gemeindevertreter-Sitzung sehr schnell offenbar, durch das von allen Fraktionen geäußerte große Interesse an einer Informationsveranstaltung, die nun im Sommer 2016 stattfinden soll (einstimmige Beschlussfassung). Aus Sicht der CDU lässt sich um Umkehrschluss sehr einfach folgern, dass die „Verärgerung“ des Bürgermeisters sehr leicht vermeidbar gewesen wäre, wenn er die zuständigen Gremien in der Gemeinde, noch wichtiger aber die Bevölkerung frühzeitig umfassend informiert hätte. Dann hätte niemand von einem „weißen Fleck“ sprechen können.

Bedauerlich ist nach Ansicht der CDU-Fraktion, dass dieser Antrag von den drei weiteren Fraktionen in der Gemeindevertretung mit Interesse aufgenommen und sachlich diskutiert worden ist, nur der Bürgermeister habe in seinen mehrmals wiederholten Stellungnahmen neben seiner Verärgerung erklärt, man könne sich über die Palliativ-Versorgung ganz einfach auf der Internetseite der Gemeinde Mücke informieren. Dies mag wohl sein, allerdings ist jedem Internet-Nutzer hinreichend bekannt, dass die von Menschen in das virtuelle Medium eingestellten Informationen genauso viele Ungenauigkeiten, Halbwahrheiten und Fehler ent-halten, wie sie im tatsächlichen Leben gleichermaßen vorkommen. Wie schon in der Sitzung der Gemeindevertretung von berufsbedingten Kennern des Themas „Palliativ-Versorgung“ leicht verständlich vorgetragen worden war, ist es trotz der Hinweise auf der Homepage der Gemeinde nicht ohne Weiteres möglich in den Ortsteilen der Gemeinde Mücke schnell eine Palliativ-Versorgung zu bekommen, denn es sind verschiedene Voraussetzungen nötig (die auf der Internet-Seite der Gemeinde nicht nachlesbar sind), worüber aber in einer öffent-lichen Info-Veranstaltung im Sommer informiert werden soll. 

Die Frage nach dem „weißen Fleck“ stellte und stellt sich nicht nur beim Thema Palliativ-Ver-sorgung. Auch in anderen Politikfeldern könnte nach Auffassung der CDU-Fraktion diese oder eine andere Formulierung angebracht sein. So hat es die Mehrheit der Mücker Gemein-devertretung und auch der Bürgermeister rund zehn Jahre lang abgelehnt, der Vogelsberg-Touristik GmbH (einer vom Landkreis im Jahr 2001 ins Leben gerufenen Organisation zur Belebung des Fremdenverkehrs) beizutreten. Auf den von der Vogelsberg-Touristik erstellten und bundesweit verbreiteten Flyern, Karten und Werbemitteln war daher jahrelang im Bereich des westlichen Vogelsberges ein leeres Feld abgebildet. Manche Betrachter meinten seinerzeit, es könne sich um die Gemeinde Mücke handeln.

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